24.03.2024

Rechtzeitiger Wechselrichter-Check kann viel Ärger und Verzögerung ersparen

Diese Datenbank umfasst aktuell mehr als 2.000 Wechselrichter von über 110 Herstellern
Kundinnen und Kunden, die rechtzeitig bei ihrem Elektriker den geplanten Wechselrichter kritisch hinterfragen, können sich viel Ärger ersparen. Denn nicht alle Hersteller und Produkte entsprechen den in Österreich geltenden Anforderungen und das kann im Genehmigungsverfahren zu langwierigen Verzögerungen führen.

„Gerade während des massiven PV Booms in den letzten zwei Jahren, gab es eine Knappheit bei den herkömmlichen Wechselrichtern“, erläutert Netz NÖ Experte Kurt Reinagel und ergänzt: „Die Folge waren Produkte aus verschiedensten Ecken der Welt, vorwiegend aus dem asiatischen Kontinent.“ Diesen fehlten jedoch oft die entsprechenden Prüfberichte und die damit verbundene Zulassung.

„Viele Hersteller wussten vor allem zu Beginn nicht, dass es in Österreich andere Anforderungen gibt als etwa in Deutschland und Italien. Das heißt, viel passierte schlichtweg aus Unkenntnis. In so einem großen Markt gibt es aber auch schwarze Schafe bei deren Produkten die Prüfungen eine andere Sachlage ergeben, als in den Papieren steht“, so Reinagel. 

In der Zwischenzeit wurde vom Branchenverband Österreichs Energie eine Datenbank installiert. So können Fachfirmen und Kunden einsehen, welche Wechselrichter bereits zugelassen sind.

Diese Datenbank umfasst aktuell mehr als 2.000 Wechselrichter von über 110 Herstellern. Davon sind mehr als 1.130 Wechselrichter von knapp 80 Herstellern aktuelle Modelle mit österreichischer Zulassung. Demgegenüber stehen rund 900 Geräte von mehr als 60 Herstellern, die den aktuellen Anforderungen nicht mehr entsprechen.
„Daneben gibt es immer wieder neue Produkte die nach erfolgreicher Prüfung in die Datenbank aufgenommen werden“, so der Experte.

Was ist überhaupt ein Wechselrichter?

Ein wichtiger Bestandteil einer Photovoltaik-Anlage ist der Wechselrichter. Ein Wechselrichter ist ein elektronisches Gerät, das elektrische Energie von einer Gleichstromquelle in Wechselstrom umwandelt. Gleichstrom fließt in eine Richtung und wird typischerweise von Batterien oder Solarmodulen erzeugt. Wechselstrom hingegen ändert ständig seine Stärke und Richtung und wird in den meisten Haushalten und Unternehmen verwendet – man benötigt ihn, um seine Elektrogeräte zu versorgen. Der Wechselrichter übernimmt die Aufgabe, diese beiden Formen der elektrischen Energie miteinander zu verbinden bzw. erzeugten Gleichstrom in verwendbaren Wechselstrom umzuwandeln.

Netz NÖ

Im Bereich der Photovoltaik-Anlagen verzeichnete die Netz NÖ im vergangenen Jahr mehr als 43.000 Fertigmeldungen, sodass nun bereits rund 100.000 Sonnenkraftwerke in ihr Netz einspeisen. Rund 25 Prozent der Sonnenkraftwerke Österreichs befinden sich in Niederösterreich.
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