08.05.2024

Neues Umspannwerk in Gmünd nimmt Formen an

Der vollständige Umbau wird voraussichtlich im Frühjahr 2025 abgeschlossen sein
„Bis dato läuft die Operation am offen Herzen ausgezeichnet“,  berichtet Netz NÖ-Projektleiter Manuel Birkfellner. Aufgrund der geringen Fläche wurde der erste Teil der Anlage neben der Altanlage errichtet. Nun werden die alte Freiluft-Schaltanlage und das alte Betriebsgebäude abgebrochen und es erfolgt der Übergang auf die Neuanlage.
 
Obwohl das Umspannwerk Gmünd immer auf Stand gehalten wurde, fand der letzte große Umbau im Jahr 1973 statt. „Nun war es Zeit für einen Neubau. Dadurch werden die Netzkapazitäten verdreifacht, sodass man für die künftigen Herausforderungen rund um den Ausbau der erneuerbaren Energien gut gerüstet ist“, erklärt Birkfellner und ergänzt: „Das neue Umspannwerk wird am bestehenden Standort errichtet, die benötigte Fläche wird sich jedoch verdoppeln.“ Es werden auch Reserven für künftige Anforderungen berücksichtigt und eingeplant.
 
Umspannwerke sind ein wesentlicher Bestandteil der Energiezukunft und erhöhen die Versorgungsicherheit in der Region. Um wieder mehr Sonnenstrom einspeisen zu können und um künftigen Anforderungen wie der E-Mobilität oder den Wärmepumpen gerecht zu werden, wurde der Umbau bereits im Herbst 2022 begonnen. Der vollständige Umbau wird voraussichtlich im Frühjahr 2025 abgeschlossen sein. Investiert werden rund 18,5 Mio. Euro für die Errichtung des Umspannwerkes und die Einbindung aller Versorgungsleitungen.
 
„Durch das Umspannwerk Gmünd werden ca. 15.000 Haushalte in der Region versorgt“, so Birkfellner.
 
Im gesamten Bezirk findet ein umfassender Netzausbau statt. Ortsnetze werden verstärkt, neu gebaut oder auch verkabelt. All diese Maßnahmen schaffen neue Einspeisekapazitäten und erhöhen die Versorgungssicherheit. Alleine im letzten Jahr wurden im Bezirk Gmünd über 1.100 PV-Anlagen fertig gemeldet, doppelt so viel als noch im Jahr 2022. Auch in diesem Jahr wurden bereits über 160 neue PV-Anlagen fertiggemeldet. 
 
Netz-Ausbau bis 2030
 
Die Ziele der österreichischen Klima- und Energiestrategie sehen bis 2030 eine Vervielfachung der Energie aus Photovoltaikanlagen und aus Windkraftanlagen vor. In ihrer Rolle als Verteilnetzbetreiberin stellt das die Netz NÖ vor eine gewaltige Herausforderung, da das Stromnetz in vergleichbar kurzer Zeit auf den verschiedenen Ebenen modernisiert und ausgebaut werden muss: die Netzkapazitäten müssen sich bis 2030 mehr als verdreifachen.
 
Das Modernisierungsprogramm bis 2030 umfasst:
 
  • Neu- oder Ersatzneubau von etwa 40 Umspannwerken inkl. Anschlussleitungen (dzt. sind 92 Umspannwerke in Betrieb)
  • Jährlicher Zubau von etwa 700 Trafostationen (langjähriger Schnitt von etwa 250 Stationen)
  • Verlegen von etwa 1.000 km Mittel- und Niederspannungskabel pro Jahr

Die Netz NÖ investiert allein in diesem Geschäftsjahr rd. 360 Mio in den Ausbau der Infrastruktur, um die Energiezukunft „auf den Boden zu bringen“.

 
Fotocredits: Netz NÖ

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