Um den Ausbau neuer PV-Anlagen und zukünftig auch Wärmepumpen und E-Mobilität zu ermöglichen, wurde ein umfangreiches Netzkonzept für die Bucklige Welt entwickelt.
Neue Umspannwerke und eine neue 110-kV-Freileitung sollen die Bucklige Welt nachhaltig fit für die erneuerbare Energiezukunft machen und die wirtschaftliche Entwicklung der Region unterstützen.
Der Baustart des neuen Umspannwerkes in Thomasberg (ersetzt das bestehende in Edlitz) ist der nächste wichtige Schritt. Die Betriebsgebäude sollen noch heuer fertig werden und die Freiluftanlage kommt dann im kommenden Jahr. Die Fertigstellung ist bis Ende 2028 geplant.
„Für die Menschen und Betriebe in unseren Gemeinden ist eine verlässliche und zukunftssichere Stromversorgung unerlässlich“, betonen Thomasbergs Bürgermeisterin Karoline Ofenböck und ihr Bürgermeisterkollege aus Edlitz Thomas Ernst.
Die kontinuierliche Verstärkung und Modernisierung der Ortsnetze durch die Kolleginnen und Kollegen der Netzregion Industrieviertel Süd waren und sind ein weiterer, wichtiger Puzzlestein für eine sichere Versorgung. „So wurden allein letztes Jahr knapp 4 Mio. Euro investiert und 80 Projekte umgesetzt. Dabei sind u.a. knapp 45 km neue Mittel- und Niederspannungskabel verlegt, 21 neue Trafostationen errichtet und 1.700 PV-Anlagen in Betrieb genommen worden“, berichtet Netzregionsleiter Johannes Wagner.
Der gewaltige PV-Boom in den letzten Jahren bringt die Stromnetze vereinzelt an die Grenzen. Mancherorts hat die PV-Nachfrage derzeit den Netzausbau überholt. Im Gebiet, das vom bestehenden Umspannwerk in Edlitz versorgt wird, können aktuell neu angefragte PV-Anlagen keine Überschüsse mehr ins Netz einspeisen.
Wichtig in diesem Zusammenhang: Für unsere Kundinnen und Kunden macht eine PV-Anlage natürlich weiterhin Sinn, gerade bei tagsüber hohem Eigenverbrauch (durch z.B.: Wärmepumpe, Klimaanlage oder E-Ladestation). Und wer die Möglichkeit hat: Auch ein Batteriespeicher kann Teil der Lösung sein.
„Wir werden alle Kundinnen und Kunden aktiv kontaktieren, sobald sie ihren Überschussstrom einspeisen können. Mit den Umspannwerksprojekten und der neuen 110-kV-Freileitung schaffen wir neue Möglichkeiten für die gesamte Region“, so Netz NÖ Abteilungsleiter Netz Engineering Elektrizität Christian Schirmer.
Bis dahin kann der selbst erzeugte Strom zumindest für den Eigenbedarf genutzt werden.
Um die erneuerbare Energiezukunft mit Photovoltaik, Wärmepumpen und E-Mobilität für all unsere Kundinnen und Kunden zu ermöglichen muss die Netz NÖ, in ihrer Rolle als Verteilnetzbetreiberin, das Stromnetz in vergleichbar kurzer Zeit auf den allen Ebenen modernisieren und ausbauen, eine gewaltige Herausforderung:
Die Netz NÖ investiert allein in diesem Geschäftsjahr rd. 520 Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur, um die Energiezukunft „auf den Boden zu bringen“.
Fotocredits: Netz NÖ / Matejschek
Bildbeschreibungen
UW Edlitz 1: von links nach rechts Bürgermeister Edlitz Thomas Ernst, Netz NÖ Abteilungsleiter Netz Engineering Elektrizität Christian Schirmer, Bürgermeisterin Thomasberg Karoline Ofenböck, Bürgermeister Grimmenstein Engelbert Pichler
UW Edlitz 2 von links nach rechts Netz NÖ Projektleiter Leitungsbau Patrick Picher, Bürgermeister Edlitz Thomas Ernst, Netz NÖ Abteilungsleiter Netz Engineering Elektrizität Christian Schirmer, Bürgermeisterin Thomasberg Karoline Ofenböck, Bürgermeister Grimmenstein Engelbert Pichler, Netz NÖ Projektleiter Umspannwerk David Decker, Netz NÖ Bauleiter Stefan Pock
UW Edlitz 3: Netzkonzept Bucklige Welt
Pressesprecher
Netz Niederösterreich GmbH
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