von links: Netz NÖ Projektleiter David Decker, Bürgermeisterin Stockerau Andrea Völkl, Leiter Netz NÖ Service Center Stockerau Thomas Krupicka

Umspannwerk Stockerau

In Stockerau wird derzeit das Umspannwerk modernisiert und ausgebaut. 18 Gemeinden im Weinviertel profitieren von dem Umbau.

Die Arbeiten in Stockerau schreiten stetig voran. Hier finden Sie Informationen zum: 

  • Versorgungsgebiet

  • Baufortschritt

Die erneuerbare Energiezukunft bedeutet für Stromnetzbetreiber eine große Herausforderung. Das Stromnetz muss zukünftig deutlich flexibler werden. Das Umspannwerk Stockerau in der Senningerstraße war ursprünglich zur Versorgung der Stadt Stockerau und umliegender Gemeinden verantwortlich. Mittlerweile müssen auch Überschüsse des lokal erzeugten Stromes aus PV-Anlagen ins überregionale Netz eingespeist werden. Allein im Stadtgebiet von Stockerau hat sich im Jahr 2023 die Zahl der PV-Analgen fast verdoppelt - von 400 auf 746 Anlagen. Durch diese „Doppelbelastung“ ist die Kapazität der Anlage ausgeschöpft.

Um wieder mehr Sonnenstrom einspeisen zu können und um künftigen Anforderungen, wie E-Mobilität oder Wärmepumpen gerecht zu werden, ist eine umfassende Modernisierung notwendig. 

Eckdaten zum Umspannwerk Stockerau

  • Versorgte Bezirke: 18 Gemeinden inkl. deren Katastralgemeinden in Korneuburg und Teilen von Tulln, Hollabrunn und Mistelbach
  • Ca. 20.000 Kundenanlagen
  • 335 Trafostationen
  • 3.500 PV-Anlagen in Betrieb, mit insgesamt 58,5 MW Einspeiseleistung
  • 370 Anlagen mit weiteren 12,5 MW derzeit in Bau

 Stand zu Baubeginn: Oktober 2024

Zeitplan der Modernisierung

Nach über 60 Jahren Betrieb wird das Umspannwerk Stockerau am bestehenden Standort komplett neu gebaut. Seit die Bauarbeiten begonnen haben, ist bereits viel geschehen. Um die reibungslose Versorgung während der Bauphase zu gewährleisten, haben wir ein Freiluftprovisorium errichtet. Ein weiteres dient dazu, um bereits Teile der alten Anlage demontieren zu können.

Die neue 110-kV-Anlage ist größtenteils fertig aufgebaut. Derzeit laufen Betonierungsarbeiten bei den Trafoladeplätzen und Verkabelungsarbeiten in der 110-kV-Anlage, sowie letzte Vorbereitungen für die Bespannung des neuen Schalthauses und die Netzumlegung auf die neue 20-kV-Anlage.

Im Sommer wird dann das alte Schalthaus ausgeräumt und abgebrochen. Dann werden die fehlenden Kabelwege ergänzt und die 110-kV-Anlage fertig verkabelt und betriebsbereit gemacht. Im Herbst sollte dann die Überprüfung und Zuschaltung der derzeit in Errichtung befindlichen Anlagenteile der 110-kV-Anlage stattfinden. 

Ende des Jahres wird dann das noch vorhanden Provisorium rückgebaut und der Lückenschluss in der 110-kV-Anlage durchgeführt. Die Fertigstellung ist für den Jahresbeginn 2027 geplant.

Was passiert in nächster Zeit?  

  • Betonierungsarbeiten bei den Trafoladeplätzen
  • Verkabelungsarbeiten in der 110-kV-Anlage
  • Bespannung des neuen Schalthauses
  • Netzumlegung auf die neue 20-kV-Anlage

Wenn Sie noch Fragen zum Projekt haben, freuen wir uns über Ihre Nachricht: [email protected].

Zusammenfassung

  • Erhöhung der Versorgungssicherheit für rund 20.000 Kunden
  • Investition von 17 Mio. EUR
  • Geplante Inbetriebnahme: Ende 2026

Geplante Baufortschritte 2026

  • Verlegung von Kabeltrögen beziehungsweise Herstellung der noch fehlenden Kabelwege
  • Geräte-Montagen in der 110-kV-Anlage
  • Herstellung von Anlagenverseilung und Verrohrung
  • Errichtung der noch fehlenden Portale der 110-kV-Freileitungen

Geschichtliches

Stockerau als historischer Netzknoten

Auch wenn das aktuelle Umspannwerk in seiner derzeitigen Form erst Anfang der 1960er Jahre errichtet wurde, stellt der Norden Stockeraus seit beinahe 100 Jahren einen wichtigen Netzknoten dar, von dem aus Stockerau und die umliegenden Gemeinden mit Strom versorgt werden. Denn bereits im Jahr 1925 wurde dort ein Schalt- und Trafohaus errichtet.

Knapp 10 Jahre später (1935/36) wurde eine 60-kV-Hochspannungsleitung von St. Pölten über Hollenburg und Grafenwörth nach Stockerau errichtet, um auch die nordöstlichen Regionen Niederösterreichs zukünftig sicher versorgen zu können. Somit bekam Stockerau 1936 am heutigen Standort in der Sennigerstraße das erste Umspannwerk im Weinviertel.

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