Eine gezielte Sprengung um das Waldviertler Granit zu entfernen

UW sprengt sich durch Waldviertler Granit

Für die Revitalisierung des Umspannwerk wurden am Fuße der Burg Krumau besondere Maßnahmen nötig.
02. März 2025

Das Kamptal steckt voller idyllischer Plätze in rauer Natur. Ein solcher findet sich auch in der Nähe des alten Kraftwerks am Fuße der Burg Krumau. Die EVN Naturkraft nutzt den Standort zur Energiegewinnung, die Netz NÖ revitalisiert nun das angrenzende Umspannwerk. 

„Die Herausforderungen sind hier im Boden vergraben“, verrät Netz NÖ Projektleiter Manuel Birkfellner. Erste Untersuchungen haben gezeigt, dass man im Untergrund auf feinsten Waldviertler Granit stößt.  Diesen musste man nun mit gezielten Sprengungen entfernen. „Wir haben zusätzliche sicherheitstechnische Maßnahmen getroffen, um Splitterflug bestmöglich zu vermeiden“, erklärt der Projektleiter. Dafür wurden eigene Matten mit dem Bagger aufgelegt. Selbstverständlich musste für den Zeitraum der Sprengung die Anlage außer Betrieb gesetzt werden. 

Die Netz NÖ startete die Modernisierung des Umspannwerkes im Herbst 2024. Die Fertigstellung ist für Sommer 2026 geplant. Investiert werden dabei rund 12 Mio. Euro.

Video / Bewegtbildmaterial zur Sprengung am Umspannwerksstandort zur Ansicht und zum Download finden Sie hier: https://youtu.be/zSzOEGyMWmI

Netz-Ausbau bis 2034

Die Ziele der österreichischen Klima- und Energiestrategie sehen bis 2030 eine Verzehnfachung der Energie aus Photovoltaikanlagen und eine Verdopplung aus Windkraftanlagen vor. In ihrer Rolle als Verteilnetzbetreiberin stellt das die Netz NÖ vor eine gewaltige Herausforderung, da das Stromnetz in vergleichbar kurzer Zeit auf den verschiedenen Ebenen modernisiert und ausgebaut werden muss.

Das Modernisierungsprogramm der Netz NÖ bis 2034 umfasst: 

  • Neu- oder Ersatzneubau von etwa 55 Umspannwerken inkl. Anschlussleitungen (dzt. sind 92 Umspannwerke in Betrieb)
  • Jährlicher Zubau von etwa 700 Trafostationen (langjähriger Schnitt von etwa 250 Stationen)
  • Verlegen von etwa 1.000 km Mittel- und Niederspannungskabel pro Jahr

Dieser starke Ausbau ist zwingend notwendig. Denn der Umbau des Energiesystems schreitet mit großen Schritten voran.  Allein im Bereich Photovoltaik-Anlagen verzeichnete die Netz NÖ im Jahr 2024 rund 25.000 Fertigmeldungen, sodass nun bereits rd. 120.000 Sonnenkraftwerke in ihr Netz einspeisen. Rund 25 Prozent der Sonnenkraftwerke Österreichs befinden sich hier in Niederösterreich – und mehr als 50 % der Windkraftanlagen.

Die Netz NÖ investiert allein in diesem Geschäftsjahr rd. 450 Mio. in den Ausbau der Infrastruktur, um die Energiezukunft „auf den Boden zu bringen“. 

Sprengungen im Kamptal

 Netz NÖ Projektleiter Manuel Birkfellner der die gezielten Sprengungen vorbereitet
Umspannwerk sprengt sich Weg durch Waldviertler Granit © Netz NÖ/Leidinger
Netz NÖ Projektleiter Manuel Birkfellner der die gezielten Sprengungen vorbereitet
Umspannwerk sprengt sich Weg durch Waldviertler Granit © Netz NÖ/Leidinger
Das alte Kraftwerk am Fuße der Burg Krumau
Umspannwerk sprengt sich Weg durch Waldviertler Granit © Netz NÖ/Leidinger
Netz NÖ Projektleiter Manuel Birkfellner bei der Arbeit
Umspannwerk sprengt sich Weg durch Waldviertler Granit © Netz NÖ/Leidinger
Das angrenzende Umspannwerk, welches von Netz NÖ revitalisiert wird
Umspannwerk sprengt sich Weg durch Waldviertler Granit © Netz NÖ/Leidinger
Eine gezielte Sprengung um das Waldviertler Granit zu entfernen
Umspannwerk sprengt sich Weg durch Waldviertler Granit © Netz NÖ/Leidinger

Pressekontakt

Pressesprecher Michael Kovarik

Michael Kovarik

Pressesprecher

Netz Niederösterreich GmbH

EVN Platz, 2344 Maria Enzersdorf